Robby Kusch

"Der Regen wurde immer stärker, sodass irgendwann regelrechte Sturzbäche die Straße herunterflossen!"

Die Jungfernfahrt der MS Maika nach Athen

Es war einmal ein Salesmeeting unseres treuen Kunden Nike in Athen, wofür satis&fy wieder den Zuschlag bekommen hatte. Ort des Geschehens war ein hübsches Hotel am Strand. Als wir unser Material ausluden, regnete es Hunde und Katzen. Da es ein längerer Weg vom Truck ins Hotel war, stapelten sich die Boxen – Deko-Truss, die in Holzkisten verpackt waren – in den Pfützen neben dem Truck. Der Regen wurde immer heftiger, sodass irgendwann regelrechte Sturzbäche die Straße herunterflossen. Dies hatte zur Folge, dass sich die Kisten langsam schwimmend Richtung Mittelmeer aufmachten. In dem Moment kam uns eine glorreiche Idee.

„Warum kann man aus den Kisten nicht ein Boot bauen?“

Gesagt, getan! So bauten wir abends im Loading Dock fleißig an einem schwimmfähigen Etwas, das von Tag zu Tag immer mehr die Form eines Segelbootes annahm. Nach einer Woche waren wir uns dann sicher, dass das Boot seetauglich ist. Für den Abend organisierten wir eine Schiffstaufe. Direkt am Strand wurde das Segelboot dann feierlich auf den Namen MS Maika getauft und zusammen mit den Kunden und der Crew mit einer vom Hotel gesponserten Flasche Sekt zu Wasser gelassen. Vier mutige Menschen begaben sich auf Jungfernfahrt und siehe da: Das Boot schwamm! Es segelte friedlich dem Sonnenuntergang entgegen (auch wenn es zwei Menschen im Hintergrund brauchte, um es vor dem Umkippen zu bewahren). Das Segelboot schaffte es auch zurück bis nach Karben, wo es allerdings bald in seine Ursprungsbestandteile rekonstruiert wurde.

Robby Kusch, Teamlead Technical Planning, seit 1998 bei satis&fy